Die deutschen Damen konnten durch einen 3:2 Sieg am letzten Spieltag der Gruppenphase gegen den Gastgeber Dänemark die Relegation in die Division 1A verhindern. Dabei gelang den DEB-Frauen eine regelrechte Sensation durch zwei Tore innerhalb der letzten vier Minuten des dritten Drittels, wobei der Siegtreffer 0,1 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit erzielt wurde. Damit sicherte sich Deutschland den Verbleib in der Top-Division der IHHF, denn die Mannschaft von Bundestrainer Thomas Schädler musste gegen den Gastgeber der diesjährigen Weltmeisterschaft einen Sieg in der regulären Spielzeit holen, um an Dänemark in der Gruppe B vorbeizuziehen und am Ende den vierten Platz zu belegen.

Tanja Eisenschmid krönt sich zur Heldin

Der bessere Start in das Spiel war den Däninnen geglückt, welche in der 5. Spielminute durch den Treffer von Stürmerin Josefine Persson in Führung gingen. In der 9. Spielminute setzten die DEB-Frauen dann allerdings zum Gegenschlag an und erzielten den Ausgleich zum 1:1, nachdem die deutsche Mannschaft zuvor durch eine Strafe gegen die Dänin Mille Sorensen ins Powerplay gekommen war, welches von Katarina Jobst-Smith genutzt wurde.

Mit einem Unentschieden, was für die deutsche Mannschaft nicht zum Verbleib in der Top-Division reichen würde, ging es somit in das zweite Drittel. Der deutschen Mannschaft war die Ausgangslage für den zweiten Spielabschnitt bewusst und sahen die knapp 1.100 Zuschauer im Iscenter Nord deutlich mehr offensiven Druck von Deutschland. Allerdings gelang es Deutschland nicht, aus dem Druck einen Treffer zu kreieren. Dies bestraften die Däninnen dann in der 29. Minute, als es Emma Russell gelang, den Puck an der deutschen Torhüterin Sandra Abstreiter vorbeizuschießen.

Die Ausgangslage für das deutsche Team im letzten Drittel war somit nicht die beste, denn man musste zwei Treffer erzielen und in der Defensive nichts mehr zulassen, um den erforderlichen Sieg in der regulären Spielzeit zu sichern. Lange sah es so aus, als würde es der deutschen Mannschaft trotz leichter Überlegenheit nicht gelingen, die zwei benötigten Treffer zu erzielen. Jedoch machte Laura Kluge in der 56. Minute den Anfang und leitete dadurch auch eine enorm aufregende und nervenaufreibende Schlussphase ein. Erstaunliche 0,1 Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene durften die deutschen Damen dann jubeln, als Tanja Eisenschmid den Siegtreffer zum Spielstand von 3:2 erzielte und sich damit zur deutschen Heldin des Turniers machte. Durch ihren Treffer konnte der Klassenerhalt für Deutschland in der Top-Division gesichert werden.