Bundestrainer Harold Kreis hat am Mittwoch den vorläufigen 25-Mann-Kader für die Olympischen Winterspiele in Mailand bekannt gegeben. Die wichtigste Nachricht für deutsche Fans: Alle NHL-Größen, angeführt von Superstar Leon Draisaitl und Verteidiger Moritz Seider, sind gesund und mit an Bord.
Olympische Spiele 2026: DEB-Kader mit voller NHL-Power steht
Die Torhüter: Erfahrung schlägt Jugend
Während Philipp Grubauer (Seattle Kraken) als Nummer eins gesetzt ist, gab es dahinter ein enges Rennen. Harold Kreis entschied sich für Routine: Mathias Niederberger (München) erhielt den Vorzug vor dem aufstrebenden Arno Tiefensee. Für Niederberger ist das Turnier in Mailand fast ein Heimspiel, da seine Mutter aus der italienischen Metropole stammt. Ebenfalls nominiert ist der Mannheimer Maximilian Franzreb.
Überraschungen in der Defensive
In der Verteidigung setzt der DEB auf eine Mischung aus Physis und Turniererfahrung: Korbinian Geibel (Eisbären Berlin) steht trotz einer längeren Verletzungspause im Aufgebot. Kapitän Kai Wissmann wurde ebenfalls nominiert, obwohl er in dieser Saison nach einem Achillessehnenriss noch kein Spiel bestreiten konnte. Überraschend fehlen hingegen Max Szuber und Leon Hüttl, die zunächst nicht berücksichtigt wurden.
Härtefälle im deutschen Sturm
Die Rückkehr der NHL-Stars sorgt für eine enorme Leistungsdichte, der prominente Namen zum Opfer fielen. Die Silberhelden von 2018 – Marcel Noebels, Leo Pföderl und Yasin Ehliz – fehlen im Aufgebot. Dafür feiert Tobias Rieder sein Comeback im Nationalteam. Auch Parker Tuomie überzeugte den Trainerstab durch seine konstanten Leistungen bei vergangenen Turnieren.
Der erweiterte Kader für die Vorbereitung in Bozen
Bis zum 20. Januar gilt die Liste als offizieller Vorschlag an den DOSB. Für die Vorbereitung in Bozen wurden zudem acht weitere Spieler nominiert, die auf Abruf bereitstehen:
Jonas Stettmer, Eric Mik (beide Eisbären Berlin), Danjo Leonhardt, Stefan Loibl, Filip Varejcka (alle Straubing Tigers), Yasin Ehliz, Maximilian Kastner (beide EHC Red Bull München) sowie Daniel Fischbuch (Iserlohn Roosters).
Stimmen zur Nominierung
Bundestrainer Harold Kreis betonte, dass die Definition klarer Rollenverteilungen im Vordergrund stand: „Wir sind überzeugt, mit diesem Aufgebot nun die ideale Zusammenstellung des Kaders für die Olympischen Spiele gefunden zu haben.“
Der deutsche Eishockey-Kader für Olympia 2026
Torhüter
Maximilian Franzreb (Adler Mannheim), Philipp Grubauer (Seattle Kraken), Mathias Niederberger (EHC Red Bull München)
Verteidiger
Leon Gawanke, Lukas Kälble (Adler Mannheim), Korbinian Geibel, Jonas Müller, Kai Wissmann (alle Eisbären Berlin), Moritz Müller (Kölner Haie), Moritz Seider (Detroit Red Wings), Fabio Wagner (EHC Red Bull München)
Stürmer
Leon Draisaitl (Edmonton Oilers), Alexander Ehl, Marc Michaelis, Justin Schütz (alle Adler Mannheim), Dominik Kahun (Lausanne/SUI), J.J. Peterka (Utah Mammoth), Lukas Reichel (Abbotsford Canucks/AHL), Tobias Rieder (EHC Red Bull München), Joshua Samanski (Bakersfield Condors/AHL), Wojciech Stachowiak (Syracuse Crunch/AHL), Nico Sturm (Minnesota Wild), Tim Stützle (Ottawa Senators), Frederik Tiffels (Eisbären Berlin), Parker Tuomie (Kölner Haie)
*Der Kader ist noch vorläufig und muss bis zum 20. Januar final bestätigt werden.
Die Gruppenspiele von Deutschland bei den Olympischen Spielen in Mailand (Gruppe C):
12. Februar: Deutschland gegen Dänemark (21:10 Uhr)
14. Februar: Deutschland gegen Lettland (12:10 Uhr)
15. Februar: Deutschland gegen USA (21:10 Uhr)
Alle Infos zum Eishockeyturnier bei den Olympischen Winterspielen 2026 finden Sie hier >>

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