St. Paul/Minneapolis – Aufatmen für Deutschland bei der U20-Eishockey-WM 2026: Die deutsche U20-Nationalmannschaft hat den Verbleib in der Top-Division gesichert. In einem nervenaufreibenden Relegationsspiel gegen Dänemark setzte sich das Team von Trainer Tobias Abstreiter mit 8:4 (2:1, 2:2, 4:1) durch. Damit schafft der deutsche Nachwuchs zum dritten Mal in Folge den Klassenerhalt über den Umweg des Entscheidungsspiels.

Blitzstart im 1. Drittel durch Lewandowski und Schäfer

Bundestrainer Abstreiter setzte im Tor erneut das Vertrauen in Linus Vieillard, der zum dritten Mal in diesem Turnier den Vorzug erhielt. Deutschland begann das Relegationsspiel mit viel Elan: Bereits in der 4. Minute verwertete David Lewandowski ein Zuspiel von Topscorer Dustin Willhöft zur frühen Führung. Als Maxim Schäfer nur wenige Minuten später im ersten Powerplay goldrichtig stand und zum 2:0 erhöhte (8.), deutete alles auf einen souveränen Abend hin. Nur der Pfosten verhinderte bei einem Schuss von Tim Schütz kurz darauf sogar das mögliche 3:0.

Doch wie so oft im Turnierverlauf brachte sich das deutsche Team durch mangelnde Disziplin selbst in Bedrängnis. Eine unnötige Strafzeit ermöglichte den Dänen den Anschluss durch Mads Klyvo (18.).

Deutsche Schwächen lassen Dänemark im 2. Drittel hoffen

Auch im Mittelabschnitt wiederholte sich das Muster: Zunächst stellte Manuel Schams nach Vorarbeit von Lenny Boos auf 3:1 (23.), ehe Simon Seidl mit einem präzisen Schuss ins kurze Eck den Drei-Tore-Vorsprung wiederherstellte (25.). Doch die defensive Instabilität und Schwächen im Penalty Killing ließen die Dänen zurück ins Spiel kommen. Erneut Klyvo in Überzahl (27.) und Oliver Green nach einem schweren Abwehrfehler (31.) verkürzten auf 4:3 und gestalteten die Partie vor dem Schlussdrittel wieder völlig offen.

Willhöft und Boos sorgen für die Entscheidung

Im letzten Drittel bewies das DEB-Team schließlich Nervenstärke. Eine doppelte Überzahl nutzte Dustin Willhöft eiskalt zum wegweisenden 5:3 (46.). Nachdem Manuel Schams mit seinem zweiten Treffer des Tages auf 6:3 erhöht hatte (51.), keimte bei den Dänen durch Anton Lindes schnellen Anschlusstreffer nur kurz Hoffnung auf. Lenny Boos, der wie Willhöft am Ende auf vier Scorerpunkte kam, stellte im Powerplay den alten Abstand wieder her (53.). Den Schlusspunkt setzte Simon Seidl mit einem „Empty-Netter“ zum 8:4-Endstand.

Deutschland enttäuschte bei der U20-Eishockey-WM 2026 in den USA

Nach den Zittersiegen gegen Norwegen (2024) und Kasachstan (2025) ist dies der dritte „Last-Minute-Klassenerhalt“ in Serie. Während das Ergebnis den Verbleib in der Top-Division sichert, hinterlässt der Turnierverlauf einen faden Beigeschmack. Die hohe Anzahl an Strafminuten und defensive Unkonzentriertheiten zogen sich wie ein roter Faden durch die Weltmeisterschaft. Dennoch steht am Ende das wichtigste Resultat: Deutschland spielt auch 2027 erstklassig.

Statistik zum Spiel Deutschland gegen Dänemark

Ergebnis: 8:4 (2:1, 2:2, 4:1)

Tore: 1:0 Lewandowski, 2:0 Schäfer, 2:1 Klyvo, 3:1 Schams, 4:1 Seidl, 4:2 Klyvo, 4:3 Green, 5:3 Willhöft, 6:3 Schams, 6:4 Linde, 7:4 Boos, 8:4 Seidl.

Strafminuten: Deutschland 8 – Dänemark 10.

Kader Deutschland: Vieillard (Neiße) – Schams, Händel; Kretzschmar, F. Kose; Hense, Pape; Mähler – Lewandowski, Boos, Willhöft; Pul, G. Griva, Schäfer; Schwarz, Seidl, T. Kose; Schütz, Späth, Maul; Sager.

Kader Dänemark: Wilde (Tiedjen) – Rundh, Jakobsen; Olesen, Kramer; Bertram, Amondsen; Jakobsen, Dambaard – Klyvo, Linde, Petersen; Schioldan, Baerentsen, Strömstad; Larsen, Green, Bundgaard; Olsen, Cilan, Grossmann.

Weitere Informationen zur U20-Eishockeyweltmeisterschaft 2026 in den USA finden Sie hier >>



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