Die deutsche U18 Ice Hockey Nationalmannschaft der Frauen konnte sich nach einem Sieg und zwei Niederlagen in der Gruppenphase der Weltmeisterschaft in den USA als Gruppenletzter nicht für das Viertelfinale qualifizieren und tritt nun in einer best-of-three Relegationsserie gegen die Schweiz an, in der ein Abstieg in die 1A Division verhindert werden soll.

Gestartet waren die deutschen U18-Damen in das Turnier erfolgreich, mit einem 1:0 Sieg gegen die Schweiz. Die deutsche Stürmerin Lola Liang erzielte 45,8 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit den entscheidenden Treffer, nachdem sie den Abpraller von Leonie Willeitners Schuss erfolgreich nutzen konnte. Der Sieg war auch der deutschen Torhüterin Felicity Luby zu verdanken, die ganze 27 Paraden verzeichnen konnte und nach dem Spiel auch von der Bundestrainerin Franziska Busch für ihre Leistung gelobt wurde. Weiterhin zeigte sich Busch nach der Partie sehr zufrieden mit dem Resultat, besonders nach dem man im zweiten Drittel Probleme gehabt hätte.

Nicht einmal 24 Stunden nach dem Spiel gegen die Schweiz, trat die Mannschaft von Franziska Busch am zweiten Spieltag gegen Tschechien an. Bereits vor dem Spiel hätte man gewusst, dass sich die Tschechinnen im Angriffsdrittel sehr gut bewegen würden und es somit schwierig werden würde, Schüsse abzublocken. Dies hat sich dann im Verlaufe des Spiels gezeigt, in dem die tschechische Nationalmannschaft vom ersten Drittel an dominant war und am Ende mit 6:2 gewinnen konnte. Dabei hätte man auch noch mehr Gegentore kassieren können, wenn die deutsche Torhüterin Sara Brammen nicht, wie ihre Torhüterkollegin Luby im ersten Spiel, 27 Schüsse gehalten hätte. Auf der tschechischen Seite brillierte Tereza Pistekova mit zwei Toren und einer Vorlage und schoss ihre Mannschaft damit auf den ersten Platz der Gruppe B bei der diesjährigen Weltmeisterschaft. Die minimale Erholungszeit zwischen den ersten beiden Spielen habe der Mannschaft von Bundestrainerin Franziska Busch zu schaffen gemacht, sowohl physisch als auch mental und damit stand man am letzten Spieltag vor einer schwierigen Aufgabe, um sich den Viertelfinaleinzug zu sichern, denn man musste in dem letzten Spiel nun mindestens genauso viele Punkte wie die Schweiz erzielen, welche gegen die starken Tschechinnen antrat.

Am dritten und letzten Spieltag der Gruppenphase ging es für die deutsche Nationalmannschaft gegen die Slowakei, die dank der Suspendierung der russischen Mannschaft durch die IHHF Anfang des Jahres in die höchste Spielklasse aufgestiegen waren. Für die slowakischen U18-Damen startete das Turnier mit zwei Niederlagen, womit man sich in einer schwierigen Situation wiederfand, denn für den Einzug in das Viertelfinale war ein Sieg mit mindestens vier Toren Differenz notwendig. Dank einer zu offensiven Spielweise der deutschen Mannschaft, was zu vielen Turnover und Schüssen für die Slowakei führte, konnte sich die slowakische Mannschaft mit 6:2 durchsetzen. Dabei startete Deutschland nach einem erneuten Treffer von Lola Liang gut in das erste Drittel, kassierte dann allerdings im selben Drittel bereits zwei Gegentreffer. In den folgenden beiden Dritteln konnte die slowakische Mannschaft vier Treffer erzielen und ihre Führung ausbauen. Einzig der Treffer von Yvette Reichelt zum zwischenzeitlichen 5:2 ließ die Slowakei noch einmal zittern, bevor der Treffer von Barbora Kapicakova dann erneut die Differenz von vier Toren herstellte, durch welche die Slowakei letztendlich als Gruppenzweiter zum ersten Mal in ihrer Geschichte in das Viertelfinale der Weltmeisterschaft einziehen konnte.  Die deutsche Mannschaft wurde somit am Ende trotz einer 2:0 Niederlage der Schweizerinnen letzter in der Gruppe B, aufgrund der schlechteren Tordifferenz.

Zusammenfassend zeigte sich die deutsche Mannschaft zwar über das Turnier hinweg als effiziente Offensivmannschaft, allerdings sorgte die wackelhafte Defensive letztendlich für viele Gegentreffer, was am Ende zum letzten Platz der Gruppe führte. Nun steht den U18-Damen Deutschlands eine letzte Aufgabe in der Relegationsserie gegen die Schweiz bevor, in welcher sie sicherstellen wollen, an der nächsten Weltmeisterschaft erneut in der höchsten IHHF Division teilzunehmen.