Die besten Nachwuchshockeyspieler unter 20 Jahren trafen sich in Kanada zur Junioren-Weltmeisterschaft. Deutschland startete in das Turnier in der Gruppe A in Halifax mit einer knappen 0:1-Niederlage gegen Schweden.

Meisterschaftsfavorit Kanada gewann im zweiten Gruppenspiel im Scotiabank Centre überzeugend mit 11:2 gegen Deutschland. Das kanadische Heimteam hatte 52 Torschüsse und zwei Spieler mit jeweils drei Toren in diesem Spiel.

Das entscheidende Spiel fand jedoch in der dritten Runde statt, als Deutschland auf das benachbarte Österreich traf. Der Sieger würde den vierten Platz belegen, der zur K.O.-Phase führt, allerdings gegen den Sieger der Gruppe B, der seine Gruppenspiele in Moncton austrägt.

Deutschland dominierte das Spiel gegen Österreich und gewann 4:2, was ausreichte, um sich ein Viertelfinalspiel gegen die USA zu sichern, die die andere Gruppe vor Finnland und der Slowakei für sich entschieden.

Im letzten Gruppenspiel traf Deutschland auf Tschechien und musste erneut eine herbe Niederlage einstecken. Tschechien gewann 8:1 und sicherte sich den ersten Platz in der Gruppe A. Die jungen Tschechen dominierten das Spiel nach Belieben und qualifizierten sich für das Viertelfinale gegen die Schweiz.

Im Gruppenderby besiegte Tschechien den Gastgeber Kanada mit 5-2. Doch auch Tschechien kam nicht ohne Niederlage durch die Gruppenphase. Schweden war nach Verlängerung besser, 3-2.

Deutschlands Viertelfinalgegner USA eröffnete das Turnier mit einem 5:2-Sieg gegen Lettland, verlor sein zweites Spiel mit 3:6 gegen die Slowakei, erholte sich aber mit einem 5:1-Sieg gegen die Schweiz und einem 6:2 gegen Finnland.

Die anderen Viertelfinalpaarungen sind Tschechien-Schweiz, Kanada-Slowakei und Schweden-Finnland. Die sieglosen Österreich und Lettland spielen um den Verbleib in der Königsklasse und den Abstieg in die untere Turniergruppe.

Roman Ketcher war mit zwei Toren der beste deutsche Torschütze in der Gruppenphase. Luca Hauf gehörte zu den herausragenden Angreifern und Rayan Betthar war mit 29 Strafminuten der Spieler mit den zweitmeisten Strafen in der Gruppenphase. Da Deutschland von Tschechien und Kanada ständig unter Druck gesetzt wurde, ist Torhüter Nikita Quapp mit 53 Paraden in den drei Spielen, die er bestritten hat, bisher der zweitbeste Torhüter des Turniers.