Die diesjährige Finalserie der NHL-Playoffs, in welchen es um den begehrten und prestigeträchtigen “Stanley Cup” geht, wird wohl als eine der denkwürdigsten in der über 100-jährigen Geschichte der NHL eingehen. Die Edmonton Oilers und der Stanley Cup Sieger 2024, die Florida Panthers, lieferten sich ein Duell für die Ewigkeit. Mittendrin war auch der deutsche Shootingstar Leon Draisaitl, der seit geraumer Zeit zu einem der besten Eishockeyspieler der Welt gehört. 

Oilers verpassen Historisches 

Nach einer weiteren enttäuschenden Niederlage am 14. Juni schien die Ausgangslage für die Edmonton Oilers hoffnungslos, denn man lag mit 0: 3 in der Finalserie hinten. Klassisch wird in den US-amerikanischen Sportarten zum Abschluss der Playoffs eine Finalserie im “Best-of-Seven“ Format gespielt. Somit benötigten die Florida Panthers nur noch einen Sieg aus den verbleibenden vier Spielen, um sich endlich erstmalig den Stanley Cup zu sichern. Die im Jahr 1993 gegründete Franchise zögerte den Finalerfolg jedoch bis zum allesentscheidenden siebten Spiel der Serie heraus, wobei die Verzögerung vor allem der Verdienst des herausragenden und beinahe historischen Comebacks der Edmonton Oilers war. Letztendlich sorgte ein knapper 2:1 Sieg im finalen Spiel dann für den ersten Stanley Cup Sieg der Panthers. 

Der fünffache Stanley Cup Sieger aus dem kanadischen Edmonton hat mit Conor McDavid und Leon Draisaitl zwei der momentan besten Spieler der Welt in den eigenen Reihen und ging mit entsprechender Erwartungshaltung in das siebte Spiel der NHL-Finalserie. Umso enttäuschter zeigte sich der DEB-Star Draisaitl im Anschluss der Niederlage im Interview, man habe sich in 82 harten Spielen während der regulären Saison die Chance auf den Titel erspielt und müsse nun erneut so gute Leistungen bringen, damit der 28-jährige eine weitere Chance auf seinen allerersten Stanley Cup erhält. Für seine Oilers wäre es der insgesamt sechste Stanley Cup und der erste seit über 30 Jahren gewesen. Der gebürtige Kölner trug maßgeblichen Anteil an dem Erfolg der Oilers während der regulären Saison und erzielte unglaubliche 106 Punkte in 80 Spielen. Besonders das Zusammenspiel mit McDavid, den Draisaitl selber als den besten Spieler aller Zeiten bezeichnete, sorgte ligaweit für Furore. Auch aus den Playoff-Statistiken lässt sich die Qualität der beiden ablesen, denn während Draisaitl mit 31 Punkten den dritten Platz knapp hinter einem weiteren Oilers-Mitspieler mit Evan Bouchard belegte, verzeichnete Conor McDavid 42 Punkte und wurde dafür mit der “Conn Smythe Trophy” für den wertvollsten Spieler der Playoffs ausgezeichnet.