Die deutsche Nationalmannschaft hat bei der Eishockey-Weltmeisterschaft 2023 auch das zweite Spiel in der Gruppe A knapp verloren. Nach 60 Minuten Spielzeit konnte die finnische Mannschaft vor heimischem Publikum knapp mit 4:3 gewinnen. Während es somit für Deutschland die zweite Niederlage aus den insgesamt sieben Spielen war, ist es für Finnland der erste Sieg, nachdem der amtierende Weltmeister überraschend im Eröffnungsspiel gegen die USA mit 1:4 verloren hatte. Eine denkbar ungünstige Ausgangslage für die DEB-Auswahl, denn als Nächstes geht es am Montag gegen die USA, den aktuellen Spitzenreiter in der Gruppe A.

Gute Leistung wird erneut nicht belohnt

Vor einer ausverkauften Halle hat die deutsche Mannschaft, geleitet vom Bundestrainer Harold Kreis, erneut eine ordentliche Leistung auf das Eis gebracht, welche allerdings wie bereits im ersten Gruppenspiel gegen Schweden nicht belohnt wurde. Am Ende sahen die 11.712 Zuschauer in der „Nokia-areena“ in Tampere ein spannendes Spiel mit vielen Toren, welches die Gastgeber aus Finnland mit 4:3 für sich entscheiden konnten. Bezüglich der Startaufstellung machte Kreis lediglich eine Änderung, nämlich bekam Torhüter Dustin Strahlmeier seinen ersten WM-Einsatz und spielte anstelle von Mathias Niederberger, der im Spiel gegen Schweden einige gute Aktionen hatte.

Das Spiel begann, wie zu erwarten war, mit einer druckvollen finnischen Offensive, befeuert von der elektrisierenden Heimkulisse. Wie bereits gegen Schweden hielt die deutsche Defensive um Kapitän Moritz Müller zunächst jedoch stand und konnte einige gefährliche Torchancen entschärfen. In der zehnten Minute war dann die Qualität vom NHL-Star Kappo Kakko zu viel für die deutsche Abwehr, als der Stürmer der New York Rangers für Joel Armia auflegte, der dann leichtes Spiel hatte und den ersten Treffer der Partie erzielte. In der 18. Minute gelang der deutschen Mannschaft dann aber der Ausgleich durch Marcel Noebels, was gleichzeitig auch der erste deutsche Turniertreffer bei der Weltmeisterschaft 2023 war. Damit ging es beim Spielstand von 1:1 in die ersten Drittelpause.

Zu Beginn des zweiten Drittels fingen die Finnen erneut druckvoll an und konnte relativ schnell gefährliche Chancen zu kreieren, welche jedoch von der deutschen Defensive und besonders vom deutschen Goalie Dustin Strahlmeier vereitelt werden konnten. Gegen Mitte des zweiten Spielabschnittes gab es dann zwei Zeitstrafen für die Gastgeber, wodurch die deutsche Mannschaft gleich zwei Mal ins Powerplay kam. Die Überzahlsituationen führten allerdings nicht zum Torerfolg für Deutschland. Dafür brachte eine schöne Kombination zwischen Maximilian Kastner, Marcel Noebels und dem Torschützen Kai Wissmann die erste Führung des Spiels für Deutschland. Die Führung sollte jedoch nicht lange halten, denn bereits zwei Minuten später gelang Finnland der Ausgleich durch Sakari Manninen. Gerade einmal eine Minute nach dem finnischen Ausgleich führte eine Zeitstrafe gegen den deutschen Kapitän Moritz Müller dann zu einem Powerplay für Finnland, welches von Manninen für seinen zweiten Treffer des Spiels und die erneute Führung für seine Mannschaft genutzt werden konnte. Gleiches geschah dann 20 Sekunden vor Ende des zweiten Drittels, als nun die deutsche Mannschaft im Powerplay durch John-Jason Peterka treffen konnte. Daher war das Spiel erneut zum Ende des Drittels ausgeglichen beim Spielstand von 3:3.

Das Schlussdrittel war bestimmt von guter Defensivarbeit auf beide Seiten und einer mutig aufspielenden deutschen Offensive. Zeugnis für die deutschen Offensiv mühen war unter anderem ein Lattenschuss von Moritz Müller. Ein Treffer konnte die deutsche Mannschaft aber nicht erzielen, anders als Finnland. In der 53. Spielminute erzielte Mikko Lehtonen nämlich den Siegtreffer für seine Mannschaft, wodurch es am Ende 4:3 für Finnland stand.