Der Abend war voller gemischter Gefühle für das deutsche Eishockey-Team. Trotz einer Niederlage im Finale der Eishockey-Weltmeisterschaft gegen Kanada können sie stolz auf den Gewinn der Silbermedaille sein. Nach dem historischen WM-Finale führte Juuso Sallinen ein Interview mit zwei der deutschen Schlüsselspieler, Kai Wissmann und John Peterka.

John-Jason Peterka, einer der besten Stürmer Deutschlands, konnte seine Gefühle nach dem Spiel kaum in Worte fassen. „Es ist schwer zu beschreiben. Wir waren so nah dran. Bis ins dritte Drittel waren wir noch im Spiel. Aber am Ende haben wir zu viele Fehler gemacht. Kanada ist zu gut in solchen Situationen. Sie nutzen das aus.“

Peterka war sich allerdings darüber bewusst wie groß auch das Erreichen des Finales für das deutsche Eishockey Team ist. „Es ist riesig. Wir können so stolz auf das sein, was wir hier erreicht haben. Drei Spiele zu verlieren und dann im Halbfinale mit dem Rücken zur Wand gegen die USA zu stehen, aber immer noch als Team zusammenzukommen und spät im dritten Drittel zu punkten, das zeigt, wie sehr wir das wollten. Und wir wollten es auch heute, aber manchmal passiert sowas.“

Eishockey in Deutschland bestens präsentiert

Der Finaleinzug und der Gewinn der Silbermedaille haben eine besondere Bedeutung für das deutsche Eishockey, besonders im Hinblick auf die kommende Weltmeisterschaft in Deutschland im Jahr 2027. „Es bedeutet viel. Das deutsche Eishockey wächst enorm und wir hätten das Eishockey nicht besser repräsentieren können als hier“, sagte Peterka.

Kai Wissmann, Verteidiger des Teams, äußerte ähnliche Gefühle auf die Frage nach seiner Gefühlslage. „Ich habe gemischte Gefühle. Im Moment ist es hart für uns, wir haben heute auf dem gleichen Niveau wie Kanada gespielt, wie wir es im gesamten Turnier gegen gute Teams getan haben. Also ja, es ist sehr bitter gerade. Aber wir haben immer noch Silber gewonnen, also müssen wir darüber glücklich sein.“

Wissmann erkannte die Bedeutung der ersten deutschen Silbermedaille seit 1953. „Ja natürlich, das müssen wir. Ich meine, wir hatten ein wirklich gutes Turnier, aber heute war das Glück nicht auf unserer Seite. Aber wir sind natürlich sehr glücklich, dass wir hier eine Medaille holen konnten.“

Trotz Enttäuschung über den Erfolg bewusst

Nach der Siegerehrung waren die Emotionen des Teams hoch. Wissmann erklärte: „Eigentlich nichts, es war einfach emotional für uns alle. Unser Ziel für das Turnier war, dass wir am Ende des Turniers nicht voneinander getrennt sein wollen, weil wir so viel Spaß zusammen hatten. Und das konnten wir auf jeden Fall tun.“

Die Enttäuschung über die verpasste Goldmedaille war klar zu spüren, aber das deutsche Team kann stolz auf seine Leistung sein. Sie haben gezeigt, dass sie auf höchstem Niveau konkurrieren können und haben der Welt das Potenzial des deutschen Eishockeys gezeigt. Es kann optimistisch auf die Zukunft und die kommende Weltmeisterschaft in Deutschland geblickt werden.