Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft konnte zum zweiten Mal in Folge den „Deutschland Cup“ gewinnen. Ohne eine Niederlage schlossen die Schützlinge von Bundestrainer Toni Söderholm am Ende das Traditionsturnier, in diesem Jahr in Krefeld ausgetragen, ab. In der Abschlusspartie setzte sich die DEB-Auswahl souverän mit 3:0 gegen die Slowakei durch und baute dadurch auch seinen Vorsprung zu den anderen Nationen im Medaillenspiegel aus, denn mit insgesamt 23 Medaillen liegt Deutschland deutlich vor Russland, welches auf insgesamt 7 Medaillen (davon 2 UdSSR) kommt. Der Turniersieg in diesem Jahr ist der mittlerweile achte seit der ersten Turnieraustragung im Jahr 1987.

Wohlgemuth, Eder und Fleischer bescheren Deutschland Abschlusssieg

Für das finale Turnierspiel gegen die Slowakei rotierte Bundestrainer Söderholm noch einmal auf einigen Positionen durch, so auch auf der Torhüterposition, auf welcher Mirko Pantkowski seinen ersten Turniereinsatz erhielt. Im ersten Drittel sollte der 24-jährige Goalie der Kölner Haie jedoch wenig zu tun bekommen, da die deutsche Defensive den Slowaken keinerlei Chancen anbot. Auf der anderen Seite war die deutsche Offensive dafür aber effizient und konnte das erste Tor nach bereits sieben Minuten im Powerplay durch Tim Wohlgemuth erzielen. Somit ging es mit einer 1:0 Führung in das zweite Drittel, welches erneut von der deutschen Offensive bestimmt war, welche nach einer schönen Pass-Kombination den zweiten Treffer der Partie erspielen konnte. Der Torschütze war Stürmer Tobias Eder in der 31. Spielminute. Das zweite Drittel brachte allerdings auch mehr Arbeitsaufwand für die deutsche Abwehr mit, denn nach einigen Zeitstrafen kam es vermehrt zu brenzligen Situationen, welche aber allesamt von den deutschen Defensivleuten sowie Torhüter Pantkowski ohne weiteres verteidigt werden konnten. Im letzten Spielabschnitt kippte dann das Momentum und die Slowaken drehten in der Offensive auf. Am Ende nahm die slowakische Mannschaft sogar noch ihren Tormann für die letzten Spielminuten raus, was allerdings nicht zum erhofften Anschlusstreffer, sondern zum Abschluss von Tim Fleischer in das leere Tor in der letzten Minute.

Söderholm stolz auf seine Schützlinge

Bundestrainer Toni Söderholm hatte nach dem abschließenden Turnierspiel viele positive Worte für seine Mannschaft übrig, welche mit ihren vielen jungen Spielern über die drei Turnierspiele tolle Leistungen abgerufen hätten und somit verdient das Turnier gewonnen hätten. Besonders angetan war der Bundestrainer jedoch von der Leistung seines Torhüters Mirko Pantkowski, welcher der Mannschaft den Rücken freigehalten hätte.

Für Verteidiger Marcus Weber, welcher im letzten Spiel gegen die Slowakei das Kapitänsamt von Marc Michaelis übernahm, war es eine „Ehre“, für die Nationalmannschaft aufzulaufen.