Eishockey-WM der Frauen 2026

Eishockey-WM der Frauen 20262025-10-30T23:33:23+01:00

Die Eishockey-Weltmeisterschaft der Frauen gewinnt mit jeder Ausgabe an Interesse, was dem Fraueneishockey einen enormen Auftrieb gibt. Das WM-Turnier wurde erst in den 90er Jahren zum ersten Mal ausgetragen, ganze 70 Jahre später als die Premierenaustragung der Männer-WM. Ab dem Jahr 2022 wurde es zu einer jährlichen Veranstaltung im Kalender des Internationalen Eishockeyverbandes (IIHF). Bereits 2021 traf die IIHF die Entscheidung, die Frauen-WM in den olympischen Jahren nicht zu pausieren, was dann zu zwei zeitlich sehr knapp hintereinander stattfindenden Turnieren für die Frauen führte. Diese Entscheidung wurde dahingehend geändert, dass das WM-Turnier, das normalerweise im April ausgetragen wird, in den olympischen Jahren, später stattfindet.

Die Frauen-Eishockey-WM 2026 findet in Dänemark statt. Es handelt sich um die 25. Auflage des Turniers, die vom 6. bis 16. November ausgetragen wird. Ab 2026 wird ein Zeitfenster für die Nationalmannschaften geschaffen, in dem Spielerinnen der PWHL für die WM-Spiele im Herbst freigestellt werden.


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Neues zur Eishockey-WM der Frauen 2026


🏒 Wie wird das Turnier gespielt?

Die zehn teilnehmenden Mannschaften werden entsprechend ihrer Position in der Weltrangliste in zwei 5er-Gruppen aufgeteilt. Hier treffen alle Mannschaften einmal aufeinander und anhand der Ergebnisse kommen die besten Mannschaften in die Playoffs. Anders als bei anderen Meisterschaften qualifizieren sich hier nicht die jeweils besten Teams jeder Gruppe. Stattdessen erreichen alle Teams der Gruppe A zusammen mit den drei besten Teams der Gruppe B die Playoffs. Der Grund dafür ist, dass die in der Weltrangliste bestplatzierten Teams in Gruppe A und die am schlechter platzierten in Gruppe B spielen.

Um das Ungleichgewicht der Kräfte zwischen den zwei Gruppen bei dem Qualifizieren für die Endrunde auszugleichen, nehmen alle fünf Teilnehmer der Gruppe A an der Endrunde teil, während aus der schwächeren Gruppe B nur die besten drei Mannschaften in das Viertelfinale einziehen. In der Gruppe A ist dennoch die Platzierung nicht unwichtig, denn bei besserem Abschneiden in der Gruppenphase erhöht man die Chance auf einen vermeintlich einfacheren Gegner in der Runde der letzten Acht.

Die Playoffs bestehen aus Viertelfinalspielen, aus denen die siegreichen Mannschaften ins Halbfinale aufsteigen. Schließlich bleiben noch zwei Mannschaften übrig, die um die Goldmedaille spielen. Die beiden Mannschaften aus der Gruppe B, die ihrerseits die Playoffs verpassen, steigen aus der höchsten Spielklasse ab und werden im folgenden Jahr durch die zwei besten Mannschaften der Division 1A ersetzt.

Diese Mannschaften nehmen an der Eishockey-Weltmeisterschaft der Frauen 2026 teil:

  • 🇫🇮 Finnland
  • 🇩🇰 Dänemark
  • 🇯🇵 Japan
  • 🇨🇦 Kanada
  • 🇨🇭 Schweiz
  • 🇸🇪 Schweden
  • 🇨🇿 Tschechien
  • 🇩🇪 Deutschland
  • ​​🇦🇹 Österreich
  • 🇺🇸 USA

🇩🇪 Deutschland bei der Frauen-WM im Eishockey

Bei den bisherigen WM-Teilnahmen ist den deutschen Eishockey-Frauen noch kein Medaillengewinn gelungen. An einem Podiumsplatz geschnuppert hat die DEB-Auswahl bei der WM 2017, wo man zum ersten und bisher einzigen Mal das Halbfinale erreichte. Später verlor die deutsche Mannschaft im Spiel um Platz 3 deutlich und musste sich mit dem vierten Platz zufriedengeben. Mit 18 Turnierteilnahmen gehört man jedoch stets zur Weltelite und tritt im November 2026 in Dänemark zum achten Mal in Folge in der Top-Division an.

Bei der Weltmeisterschaft 2024 spielten die deutschen Damen eine herausragende Gruppenphase und erreichten ungeschlagen den Gruppensieg mit vier Siegen aus vier Spielen in der Gruppe B. Zum ersten Mal in der Geschichte der Frauen-Weltmeisterschaft gewann die deutsche Mannschaft in der Vorrunde alle Spiele. Das Viertelfinalspiel ging trotz eines aufopferungsvollen Kampfs und vollen Einsatzes gegen Tschechien denkbar knapp mit 0:1 (0:0, 0:0, 0:1) verloren. 

Im Spiel um Platz 5 unterlag die Mannschaft von Frauen-Bundestrainer Jeff MacLeod der Schweiz nach der Verlängerung mit 2:3 (0:1, 2:1, 0:0, 0:1) und belegt am Ende nach einem starken WM-Turnier 2024 den sechsten Platz. Weltmeisterinnen wurden die USA, die mit dem Titelgewinn den Abstand im Medaillenspiegel auf den ewigen Rivalen Kanada auf zwei Titel verkürzten.

Bei der letzten Eishockey-WM der Frauen 2025 reichte es für Deutschland nur zu Platz 8. Nachdem die Qualifikation für die Playoffs mit dem dritten Platz in der schwächeren Gruppe B knapp erreicht wurde, war danach im Viertelfinale Schluss. Gegen den späteren Weltmeister USA war das deutsche Team chancenlos, verlor mit 0:3 und beendete die WM auf dem achten Platz.

Hier fassen wir die Teilnahme der deutschen Frauen-Nationalmannschaft an früheren Eishockey-Weltmeisterschaften zusammen:

WM 1990: Siebter Platz
WM 1992: nicht qualifiziert
WM 1994: Achter Platz
WM 1997: nicht qualifiziert
WM 1999: Siebter Platz
WM 2000: Siebter Platz
WM 2001: Fünfter Platz
WM 2004: Sechster Platz
WM 2005: Fünfter Platz
WM 2007: Achter Platz
WM 2008: Neunter Platz (Abstieg in Division 1A)
WM 2009: Division 1A – Zweiter Platz
WM 2011: Division 1A – Erster Platz (Aufstieg in Top-Division)
WM 2012: Siebter Platz
WM 2013: Fünfter Platz
WM 2015: Achter Platz (Abstieg in Division 1A)
WM 2016: Division 1A – Erster Platz (Aufstieg in Top-Division)
WM 2017: Vierter Platz
WM 2019: Siebter Platz
WM 2021: Achter Platz
WM 2022: Neunter Platz
WM 2023: Achter Platz
WM 2024: Sechster Platz
WM 2025: Achter Platz

📖 Frühere Ausgaben der WM

1990 war das Jahr, in dem die Frauen endlich ihre eigene Eishockey-Weltmeisterschaft bekamen. Das Frauenturnier sollte nun wie das der Männer jedes Jahr ausgetragen werden, aber es dauerte noch bis 2022, bis das Turnier auch in den olympischen Jahren gespielt werden würde. Zuvor entschied das olympische Turnier, welches Team das beste der Welt war. Diese Medaillen werden jedoch nicht in dem offiziellen WM-Medaillenspiegel mitgezählt.

Bisher sind die beiden nordamerikanischen Rivalen Kanada und die USA die mit Abstand erfolgreichsten Nationen in der WM-Geschichte, denn bisher gelang nur ihnen der Titelerfolg. Bis auf eine Ausnahme wurden alle bisherigen Endspiele zwischen den USA und Kanada ausgetragen. Im Jahr 2019 wurde der langjährige Trend gebrochen, als das damalige Gastgeberland Finnland den Kanadierinnen den letzten Finalplatz im Halbfinale streitig machte. Nach einem Finale gegen die USA, das erst im Penaltyschießen entschieden wurde, holte Finnland Silber.

Hier findest Du eine Liste aller bisherigen Gewinner der Eishockey-WM der Frauen:

1990: Kanada, 1992: Kanada, 1994: Kanada, 1997: Kanada, 1999: Kanada

2000: Kanada, 2001: Kanada, 2004: Kanada, 2005: USA, 2007: Kanada, 2008: USA, 2009: USA,

2011: USA, 2012: Kanada, 2013: USA, 2015: USA, 2016: USA, 2017: USA, 2019: USA

2020: GESTRICHEN, 2021: Kanada, 2022: Kanada, 2023: USA, 2024: Kanada, 2025: USA

🏅 Medaillenspiegel der Frauen-WM

Hier listen wir alle Medaillen auf, die die Teams im Laufe der Jahre bei der Frauen-Eishockey-WM mit nach Hause genommen haben.

Nation Gold Silber Bronze
Kanada 13 10 1
USA 11 13 0
Finnland 0 1 15
Russland 0 0 3
Schweden 0 0 2
Schweiz 0 0 1
Tschechische Republik 0 0 2

🌍 Wo wird die Frauen-Eishockey-WM 2026 ausgetragen?

Die diesjährige WM findet in Dänemark, genauer gesagt in Herning, statt – einem traditionsreichen Austragungsort für Eishockey-Weltmeisterschaften.

📅 Wird die Eishockey-Weltmeisterschaft der Frauen jährlich ausgetragen?

Ja! Seit 2022 steht fest, dass in olympischen Jahren nicht wie bisher die WM ausfällt, sondern von nun an ohne Ausnahme jährlich stattfindet.

🇩🇪 Ist Deutschland bei der Frauen-Eishockey-WM 2026 dabei?

Die deutschen Damen nehmen seit 2017 ununterbrochen an der Weltmeisterschaft in der Top-Division teil und gehören auch 2026 wieder zur Weltelite.

Wie die Statistiken deutlich zeigen, dominieren die nordamerikanischen Nationalmannschaften die Eishockey-Weltmeisterschaft der Frauen. Nur ein einziges Finale fand in den vergangenen Jahren ohne Beteiligung der USA und Kanadas statt. 2019 verpasste Kanada zum ersten Mal überhaupt das WM-Finale, nachdem sie im Halbfinale gegen Finnland verloren hatten. Stattdessen kämpften die finnischen Frauen gegen die USA um Gold.

Das Spiel war ein echter Krimi und musste im Penaltyschießen entschieden werden, wo die USA ihren Titel schließlich verteidigen konnten. Finnland schien jedoch in der Verlängerung Gold zu gewinnen, als das Team ein Tor erzielte, das nach einer langen Videoüberprüfung aberkannt wurde. Die Mannschaft hatte ihren Sieg bereits gefeiert, bevor die Schiedsrichter ihre Entscheidung bekanntgaben. Doch trotz der verpassten Goldmedaille war die Leistung der Finninnen in diesem Spiel historisch. Der finnische Eishockeyverband unterstrich dies, indem er dem Team eine Prämie in Höhe des Gewinns einer WM-Goldmedaille gewährte.

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